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Bluescreen

Der Bluescreen besteht aus vier 6 m2 grossen Holzbrettern und nochmals 12 m2 Stoffbahnen, ebenfalls gehört noch ein 9 m2 grosses blaues Stofftuch dazu, das verwendet wird um die Matratzen abzudecken oder den Bluescreen bei Bedarf zu erweitern. Insgesamt sind es rund 45 m2. Natürlich nichts im Vergleich zu den Hollywoodproduktionen, aber damit werden alle Lokalfernsehen der Nordwestschweiz zusammengenommen übertroffen.
Die Bretter wurden jeweils mit 2 Schichten weisser Farbe und zwei Schichten blauer Farbe bemalt; selbstverständlich in Handarbeit durch Fabienne (siehe Bild).

Kostüme

Da schwarzer Stoff seinen Preis hat, waren anfangs nur einige Kapuzen und ein Cape für den Abfluss vorgesehen.
Doch Mark Weidmann (bekiffter Dämon), besass eine riesige Sammlung an Stoffballen, die er selbst nicht mehr benötigte und gratis zur Verfügung stellte. Dadurch wurde es möglich, dass jeder Dämon einen Waffenrock, bekam.

Es gibt insgesamt 15 Waffenröcke, 11 sind schwarz und 4 sind grau, diese werden von den „niederen“ Dämonen getragen. Alle haben eine Einheitsgrösse, ausser der Waffenrock von FG, den sie sich extra für sich angefertigt hat, weil ihr die anderen viel zu gross waren.
Ebenfalls entstanden viele Kapuzen. Sie dienen dazu Kopf und Nacken abzudecken, da die meisten Masken nur das Gesicht verbergen. Es gibt 4 verschiedene Sorten, solche die schlichtweg wie ein Sack aussehen, den man sich über den Kopf zieht, und auch das Gesicht abdecken so dass keine Masken getragen werden müssen.
Andere bestehen im Prinzip aus zusammengeklappten Rechtecken bei denen nur das schmale Ende zusammengenäht wird.
Das Standardmodell, ist aber etwas komplizierter (siehe Schnittmuster), diese Kapuze besitzt an den unteren Enden zwei Flügel. Sie haben den Vorteil, dass sie den nackten Hals der Schauspieler abdecken (nicht immer, aber immer wieder) auch können sie, mit einem Klebstreifen vorne zusammengeklebt werden, und lassen dann nur noch die Augenpartie frei. Dieser einfache Trick erlaubt es, billige kinnfreie Masken zu verwenden. Auch bekommen, Ganz-gesicht-masken so ein anderes Aussehen. Ob es diese Kapuze tatsächlich gegeben hat oder ob sie schon in einem anderen Film verwendet werden, ist unklar. Fabienne hat diese jedenfalls von nirgendwo abgeschaut, sondern den Schnitt gleich selbst entworfen.
Das vierte Modell, wurde aus bis heute unbekannt Gründen, nie verwendet, dies sind Fetzenkapuzen, die aus zusammengeklebten Stoffresten bestehen.
Das Abflusskostüm, ist das wahrscheinlich aufwendigste Kostüm des Films, es besteht aus mehreren Teilen. Ein schwarzes Mönchartiges Kapuzenkleid, eine schwarze Ganzkopfkapuze die unter der eigentliche Kapuze getragen wird, einem Halstuch, damit keine nackte Haut durchscheint, ein schwarzer Stoffstreifen, der als Gurt dient, schwarze Handschuhe und ein Viertelkreis-Umhang, der über die Schultern bis zum Boden reicht.

Requisiten

Die meisten Requisiten für Dämonen und Vampire wurden in Halloween- oder Scherzartikelshops in Deutschland gekauft (weil es viel günstiger ist, siehe Preisvergleich) Dazu gehören unter anderem, die Dämonenmasken, Vampirzähne, diverse Schwerter, Dolche, etc.

Ein Teil der Waffen besteht aus alten Gartenwerkzeugen, die ein bisschen dämonischer aufgemotzt wurden, unter anderem auch Beile, Macheten und Äxte.
Ein weiterer Teil wurde selber gebastelt, so Speere und diverse Hellebarden die im Wesentlichen aus Plastikrohren und festem Karton bestehen.
Die meisten andere Requisiten konnten von Freunden und Bekannten ausgeliehen werden oder sonst wo einfach organisiert (zum Beispiel Schusswaffen, Motorsäge, Schutzausrüstung, Beamer, Chemiezubehör...).

 

Planung

Das schlimmste vom ganzen Film war die Organisation der Schauspieler.
Es ist ein riesiger Zeitaufwand um alles so hinzubiegen, dass man die gewünschten Personen zur gewünschten Zeit am gewünschten Ort hat. Dazu braucht es noch das nötige Fingerspitzengefühl und ein gutes organisatorisches Talent, damit alle auch noch genügend Wochenende bekommen und die Szenen so optimal wie möglich geplant werden.
In der ganzen Planung gab es zum Glück nur zwei grössere Fehler, wo jeweils eine Schauspielerin den ganzen Tag anwesend war, die eigentlich nur eine Stunde benötigt wurde.
FG, die alle Drehtermine organisiert hat, hat auch beteuert, dass sie so was, nie wieder tun werde. Da es so viel Zeit kostet jeden Abend E-mail zu schreiben und zu beantworten und sich den Kopf darüber zu zerbrechen wie man alles noch optimieren könnte.
Es ist auch sehr unangenehm, wenn den Leuten immer hinterher telefoniert werden muss um ganz sicher zu sein, dass diese nun tatsächlich kommen (ein lästiger Job der TG jeweils übernommen hat).
Alles ist dann auch richtig gekommen und die Schauspieler waren immer pünktlich zur Stelle oder haben sich früh genug entschuldigt, wenn sie nicht kommen konnten. Ausser am letzten Drehtag wo zwei Darsteller unentschuldigt nicht aufgetaucht sind.

 

Postproduction

Der Bluescreen
Erstaunlicherweise hat der Bluescreen verhältnismässig weniger schwierigkeit gemacht als wir uns gedacht haben.Dies hat vor allem durch die Fähigkeiten von Thierry Gschwind zu tun, der das Programm Shake so kitzelte, dass auch die Schwierige Stellen in Bluescreen erkannt und vom Computer entfernt wurden. Eine grosse Arbeit ist vor allem das rotoshaping der Darsteller, das heisst man legt von Hand eine Form so nah wie möglich um die PErsonen vor dem Bluescreen um den Rechenaufwand für die Bluescreen-Entfernung zu vermindern. Eine Arbeit die von Fabienne Gschwind ausgeüfhrt wird und ziemlich zeitkostend ist.
Gelegentlich passiert es, dass die Jeanshosen von Dooffy oder die weissen Hosen von Phydschyy durchsichtig werden, zum Teil helfen da keine Tricks mehr und die Hosen müssen manuel mit einer Maske belegt werden. Weitere schwierigkeiten machen die Schwerter die gelegentlich auch durchsichtig werden und von Hand bearbeitet werden müssen.

Lichtschwerter, Explosionen, Laserschüsse und Mündungsfeuer...
Alle diese Effekte werden ebefalls mit dem Programm Shake verwirklicht. Die Lichtschwerter müssen von Hand rotoskopiert werden. Eine Aufgabe die eigentlich keine Schwierigkeiten macht. Nur wenn die Lichtschwerter hinter Darsteller durchgehen müssen zusätzliche Masken über die Personen gelegt werden, dann wird das ganze etwas zeitaufwendiger.
Dafür sind Explosionen verhältnismässig einfach zu machen. Das Mündungsfeuer von Waffen wird ebenfalls im Prgramm Shake verwirklicht. Hier wird es so gehandhabt, dass die Mündung der Waffe per Computer getrackt wird, das heisst, man sagt dem Computer, dass er auf jedem Bild eine bestimmte stelle der Waffe markieren muss. Danach wird der Loop mit dem Feuer an diesen Trackpunkten gelegt. So kommt das Mündungsfeuer immer genau da heraus wo es sollte, auch denn der Darsteller wild mit der Waffe um sich schiesst.

3D Hintergründe
Für die 3D hintergründe ist Roberto Pinese zuständig, in mühsamer Arbeit designt und modeliert er die virtuellen Welten, wie Hölle, Waffenkammer, oder Büro des Abfluss. Besonders schwierig ist es hier, die Texturen so realistisch wie möglich zu machen. Unter anderem wurden dafür unzählige Felswänden im Tessin photographiert. SObald die Hintergründe fertig sind, können sie dann im Film eingesetz werden, eine Arbeit die enormen Rechenaufwand benötigt.

3D-Animationen
Die Arbeit an den 3D-Animationen teilen sich Denis di Floriano und Thierry Gschwind. hier wird hauptsächlich mit dem Programm 3D-Studio Max gearbeitet. Bis jetzt wird vorallem an den Bildern des fliegenden Meteorit gearbeitet. die ganzen 3D-Animation die in der Hölle stattfinden (herabstürzende Gesteine...) befinden sich nur in der Studien-phase. und werden erst gemacht wenn die 2D-Effekte wir (Beamen, zerfallende Vampire) fertig stellt sind.

2D-Effekte
Die 2D effekte die vor allem im ersten Teil des Film vorkommen, wie Beamen oder zerfallende Vampire, sind ebenfalls sehr rechenaufwenig. So hat mal Thierry Fabienne angerufen und ihr mitgeteilt, dass er ein Super-Beameffekt für die Dämonen kreiiert hat, leider braucht es pro Frame 4 Minuten Rechenzeit (Anmerkung: 1 Sekunde=25Frames). Ein Rechenaufwand, den wir uns nicht leisten können, wenn der Film beizeiten fertig sein soll (ausser jemand gibt uns genügend Geld für ein paar zusätzliche Leistungsstarke Computer).
ebenfalls grossen aufwand erfordern die zerfallende Vampire, die bei uns nicht einfach "Wusch" zu Staub zerfallen und weg sind. Wir haben uns nämlich entschlossen die Vampire in 2 Etappen "Sterben" zu lassen. Zuerst zerfällt das Fleisch, so das nur das Skellet übrig bleibt, dass dann ein paar komische Sachen ausfüsführen kann bevor auch diese zerfällt.
die animation der Skellete ist ebenfalls nicht-trivial, da sich diese im "Raum" richtig bewegen müssen, dafür ist es nötig die Drehorte auszumssen um Referenzpunkte zu haben. ebefalls ist es nötig motioncapture aufnahmen zu machen um die Skelete richtig zu animieren.

Die Musik
Für die FIlmmusik sind 3 Personen zu ständig; Gabriele Kaufmann, Stephan Schällmann und Thaddäus Stucki.Bis jetzt haben alle 3 das eine oder andere Musikstück geliefert, und sind nun immer noch dran fleissig zu komponieren.